Grab neu anlegen:
Was muss ich beachten?

Das Grab: Ort der stillen Trauer und des Gedenkens

Das Grab dient als letzte Ruhestätte für Angehörige und Freunde. Es ist ein Ort, an dem man sich den Verstorbenen nah fühlen und still um sie trauern kann. Schon seit Jahrtausenden bestatten Menschen ihre Angehörigen unter der Erde und gedenken ihrer an den Grabstätten. Für einen Ort, der eine so zentrale Rolle für die Trauerarbeit von Menschen einnimmt, ist es nur selbstverständlich, dass dieser auch besonders ansprechend gestaltet sein sollte. Wer ein Grab neu anlegen möchte, steht jedoch oft vor der Frage, wie es genau gestaltet werden soll und was es dabei alles zu beachten gibt. Im Folgenden haben wir Ihnen hier einmal die wichtigsten Antworten und Tipps für die Grabgestaltung angeführt.

„Licht und Schatten: Sie bestimmen die Pflanzenauswahl für die Grabgestaltung!“


1. Welche Lichtverhältnisse herrschen am Grab?

Die allererste Frage, die es bei der Grabneuanlage zu klären gilt, ist die, welche Lichtverhältnisse an der Grabstätte herrschen. Liegt das Grab im Schatten, im Halb-Schatten oder ist es dort sehr sonnig? Es ist die zentrale Frage, an deren Antwort sich dann alles Weitere ausrichtet. Denn erst, wenn man weiß, wie schattig oder sonnig es am Grabplatz ist, können die richtigen Pflanzen für eine eventuelle Rahmenbepflanzung (die Pflanzen, die neben und hinter dem Grabstein angeordnet werden) und Bodendeckerbepflanzung (Pflanzen, die den Boden und das Erdreich des Grabes dauerhaft bedecken) ausgewählt werden.

Bodendecker für bestimmte Lichtverhältnisse:

 Lichtverhälttnisse am Grab: Geeignete Bodendecker:
 Grab im Schatten Waldsteinie, Immergrün, Dickmännchen
 Grab im Halbschatten Rebhuhnbeere (Mitchella)
 Grab in der Sonne Thymian, Cotoneaster (Zwergmispel), Sedum

Heckenpflanzen und Gehölze für die Rahmenbepflanzung:

 Heckenbepflanzung z.B. Buchsbaum, Kriechspindel, Liguster, Hainbuche
 Gehölze z.B. Zypresse, Eibe, Hainbuche, Rhododendron, Kirschlorbeer 

2. Pflegeleichte Grabbepflanzung wählen

Wird ein Grab neu angelegt, sollte man grundsätzlich immer versuchen, eine eher pflegeleichte Bepflanzung auszuwählen. Dies bietet sich an, da man den Pflegeaufwand für ein Grab möglichst gering halten möchte und die Angehörigen in der Regel nicht allzu viel Zeit für die Pflege aufbringen können. Pflegeleicht, das heißt, dass am besten langsam wachsende Bodendecker eingepflanzt werden sollten, die nicht so schnell auswuchern und nur ein- bis zweimal im Jahr geschnitten werden müssen.

„Eine gute Mischung: 2/3 Dauerbepflanzung, 1/3 Saisonalbepflanzung“

 Auch sollte man bei der Bepflanzung darauf achten, dass der Anteil an saisonalen Pflanzen, die nur eine bestimmte Zeit lang das Grab schmücken (jahreszeitlicher Wechselflor) nicht zu hoch gewählt wird, um damit den Pflegeaufwand im Rahmen zu halten. Grundsätzlich sollte ein Grab zu 2/3 mit einer Dauerbepflanzung und zu 1/3 mit einer Saisonalbepflanzung angelegt werden.

Am besten ist es für die genaue Zusammenstellung an Pflanzen den Fachmann zu fragen. Ihre Opens external link in new windowWörner Friedhofsgärtner stehen Ihnen bei Fragen zur richtigen Art der Grabbepflanzung im Zuge einer Grabneuanlage oder -umgestaltung gerne jederzeit zur Verfügung!


3. Den Grundaufbau des Grabes richtig anlegen

Sind die Lichtverhältnisse am Grab geklärt und die Pflanzen für Bodendecker und Rahmendecker ausgewählt, beginnt man mit dem Grundaufbau für die Grabgestaltung. Dazu wird ein ausreichendes Volumen an Erdreich benötigt (z.B. Friedhofserde mit einem höheren Anteil an Komposterde). Idealerweise verwenden Sie hier nährstoffreichen Humus, den Sie in einer Schicht von ca. 30 cm in das Grabbeet einbauen. Achten Sie beim Auffüllen darauf, dass nur unkrautfrei Erde verwendet wird.

Gärtnereien erhitzen zur Gewinnung von unkrautfreier Erde das Erdreich auf 80 Grad. So wird sichergestellt, dass sämtliche Pflanzenkeime darin beseitigt werden. Wenden Sie sich deswegen einfach an Ihre Gärtnerei, wenn Sie unkrautfreie Erde benötigen.

„Nährstoffreiche Erde und bei Bedarf der richtige Dünger: Das Pflanzenbeet ist angerichtet!“

Ist die Erde für die Bepflanzung soweit fertig aufbereitet, kann man bei Bedarf noch zusätzlich organischen Dünger einarbeiten. Bei Pflanzen mit niedrigem PH-Wert sollte eine spezielle Erde mit eingemischt werden.


4. Die Grabbepflanzung – Bringen Sie Farbe aufs Grab

Im nächsten Schritt geht es ganz darum, Farbe und Leben auf das Grab zu bringen und alles in optisch ansprechender Form aufzubereiten. Dabei sollte grundsätzlich beachtet werden, dass der Grabstein das zentrale Element eines Grabes ist und die Bepflanzung vor allem dazu dienen sollte, den Grabstein optimal zur Geltung zu bringen. Die beste Zeit, um ein Grab zu bepflanzen, sind die Monate von März bis Oktober, bei nicht allzu hohen Temperaturen.

Bei der Wechselbepflanzung sind dann verschiedene Muster denkbar: etwa viereckig angelegte Flächen, kreisartige Formationen (rund, oval) oder auch ein Pflanzenmuster, das die Form des Grabsteins (oder die eines Ornaments auf dem Grabstein) auf der Graboberfläche spiegelt. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer sich Inspiration bei der Grabgestaltung für ein neues Grab holen möchte, der kann sich dazu gerne auch die Mustergräber am Opens internal link in current windowWörner Gartencenter in Neusäß und am Opens internal link in current windowWörner Blumenhaus am Protestantischen Friedhof in Augsburg ansehen – inklusive einer fachmännischen Beratung.

Infos zur Grabgestaltung:

 • viereckige, kreisförmige Anordnung von blühender Wechselbepflanzung 
 • Pflanzenformationen, die die Form des Grabsteins spiegeln
 • Grabbepflanzung soll Grabstein optimal zur Geltung bringen
 • vorne niedrig wachsende Pflanzen, hinten höhere Gewächse
 • Inspiration bei Mustergräber holen
 • Beratung durch einen Friedhofsgärtner einholen

5. Ausreichend Wasser auf das Grab
lässt das Leben sprießen

Das Grab ist neu angelegt. Jetzt gilt es nur noch die Pflanzen abschließend ausreichend zu wässern. Auch hier ist es natürlich wichtig, je nach eingesetzten Pflanzen zu wässern. Haben Sie z.B. Pflanzen der Sorte Sempervivum (Hauswurzen) ins Grab eingesetzt – eine Gattung, die bevorzugt auf sandigen, trockenen Böden wächst und nur wenig Wasser benötigt – dann müssen dafür auch die entsprechenden niedrigen Wasserbeigaben berücksichtigt werden.

„Kies und Stein im Grabbeet trocknen die Böden aus.“

In Bezug auf das Wässern der Grabstätte ist auch noch zu sagen: Vorsicht bei der Verwendung von Kies und großen Steinplatten im Grab! Steine heizen sich in der Sonne stark auf und trocknen das Erdreich sehr schnell aus, was wiederum zusätzliches, starkes Gießen erfordert, damit die Pflanzen nicht eingehen.

Am besten ganz auf Steinplatten und Kies auf dem Grab verzichten. Dann laufen Ihre Pflanzen nicht in Gefahr, während der warmen Sommermonate zu verdursten. 

Sie möchten ein Grab neu anlegen und haben Fragen zur Grabgestaltung? Sie möchten sich Rat und Inspiration bei erfahrenen Friedhofsgärtnern einholen? Sprechen Sie mit uns! 

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